Zakāt

Allāh, der Schöpfer und Herr aller Welten, hat uns einige Pflichten auferlegt. Dazu gehören die in den fünf Säulen vorkommenden Rituale. Wenn wir an Pflichten denken, dann kommt uns zuerst das Gebet in den Sinn. Doch Allāh erwähnt in seinem heiligen Buch das Gebet immer zusammen mit der Zakāt, also der Pflichtabgabe von Vermögen, welche für diejenigen gilt, die eine gewisse Menge an Mindestvermögen über ein Jahr in ihrem Besitz haben.

Im heiligen Qurʾān heißt es beispielsweise:

„Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakāt. Und was ihr auch immer für euch selbst an Gutem vorausschickt, so werdet ihr es bei Allāh vorfinden. Gewiss, Allāh sieht, was ihr tut.“
(Sūrah al-Baqarah, Vers 110)

Diese Pflichten waren schon früheren Völkern auferlegt, wie wir an den Worten des Propheten ʿĪsā (Jesus), Allāhs Frieden und Segen auf ihm, erkennen können:

„Er (ʿĪsā) sagte: ‚Gewiss, ich bin ein Diener Allāhs, Er gab mir das Buch und machte mich zu einem Propheten.
Er segnete mich, egal wo ich mich befinde und er befahl mir das Gebet zu verrichten und die Zakāt zu entrichten, solange ich lebe.“
(Sūrah Maryam, Verse 30-31)

Zakāt stammt ursprünglich von der Reinheit/der Reinigung ab und bedeutet in diesem Sinne, dass man durch die Abgaben seines Vermögens sein übriges Vermögen von allen Spuren des Bösen und des Schlechten reinigt. Wenn das Geld in seiner Laufbahn von Hand zu Hand ging und dabei jemand vielleicht zu Schaden kam oder Ungerechtigkeit erlitten hat, dann ist die Abgabe der Zakāt die Möglichkeit, sein Vermögen von diesen Spuren zu reinigen und es somit zu segnen.

 

Für wen ist die Zakāt eine Pflicht?

Die Zakāt ist nach den gängigen Methoden und Meinungen für diejenigen eine Pflicht, die ein Vermögen in Höhe von ca. 85g Gold über ein Jahr lang besitzen, ohne dass dieser Wert unterschritten wurde. Der Wert richtet sich heute nach dem Kurs des Goldpreises. Bei den aktuellen Kursen bewegt sich die Zahl um die 3000€, was auch nach den gesellschaftlichen Standards als Sparvermögen angesehen werden kann und somit Geld ist, welches sich nicht bewegt und an seinem Platz liegt. Es empfiehlt sich also die Zakāt zu entrichten, wenn man über ein Jahr hinaus eine Menge an Sparvermögen besitzt, unabhängig vom Goldpreis. Denn solch eine Spende ist ein Gottesdienst wie das Gebet und bringt Segen für die Person im Diesseits und im Jenseits.

 

Zuwendungsbestätigungen werden für Zuwendungen ab 200,00 Euro ausgestellt, weil die Finanzverwaltung Zuwendungen unterhalb dieses Betrages auch unter Vorlage des Kontoauszuges akzeptiert.