Qurbān

Das rituelle Schlachten, bekannt als Qurbān, Nusuk, Naḥr oder Uḍḥiya ist ein Ritual, welches zum Ende der Pilgerfahrt (Ḥaǧǧ) durchgeführt wird. Es ist eine bestätigte Sunnah (Sunnah Muʾakkadah) und nach einigen Gelehrten auch eine Pflicht für denjenigen, der die finanzielle Möglichkeit dazu hat.

Grundlage dieser Opfergabe ist die Bereitschaft des Propheten Ibrāhīm, Allāhs Friede und Segen auf ihm, seinen Sohn Ismāʿīl für Allāh zu opfern, als er den Befehl bekam, wie uns der folgende Vers berichtet:

„Als er (Ismāʿīl) das Alter erreichte, in dem er mit seinem Vater zu gehen fähig war, sagte er (Ibrāhīm):
‚O mein Söhnchen, ich sah im Schlaf, dass ich dich schlachte. Siehe, was du davon hältst.‘
Er (Ismāʿīl) sagte: ‚O mein Väterchen, tue, was dir befohlen wurde;
du wirst mich, so Allāh will, von den Geduldigen vorfinden.“

(Sūrah aṣ-Ṣāffāt, Vers 102)

Als sich beide ihrem Herrn ergaben und Ibrāhīm bereit war, das Opfermesser anzulegen, offenbarte ihm sein Herr, dass er die Prüfung bestanden habe und ersetzte den Befehl mit der Schlachtung eines Tieres aus, wie es in den folgenden Versen heißt:

„Als sich beide ergaben und er (Ibrāhīm) ihn (Ismāʿīl) auf die Seite legte, riefen wir ihm zu: ‚O Ibrāhīm, du hast den Traum erfüllt.‘
So entgelten wir fürwahr den Guten. Und dies war eine klare Prüfung.
Und wir tauschten ihn (Ismāʿīl) mit einem gewaltigen Opfertier aus.“
(Sūrah aṣ-Ṣāffāt, Verse 103-107)

Diese Handlung symbolisierte also die Ergebung und so ist die Handlung der Schlachtung eines Tieres zum Ende der Pilgerfahrt ein Ausdruck der Dankbarkeit und Hingabe für die Gnaden und Gaben Allāhs.

Die Menge, die pro Haushalt/Familie geschlachtet werden soll beträgt ein bzw. zwei Schafe oder 1/7 einer Kuh oder eines Kamels. Die Tiere sollten kräftig und gesund sein.

 

Zuwendungsbestätigungen werden für Zuwendungen ab 200,00 Euro ausgestellt, weil die Finanzverwaltung Zuwendungen unterhalb dieses Betrages auch unter Vorlage des Kontoauszuges akzeptiert.