Aqīqah

Die Entrichtung der Aqīqah ist eine bestätigte Sunnah (Sunnah Muʾakkadah) und nach einigen Gelehrten eine Pflicht. Dabei handelt es sich um die Schlachtung von Schafen als Dankbarkeit für Nachkommenschaft. Es wird im besten Falle am 7. Tag nach der Geburt eines Kindes entrichtet, kann aber auch vorher oder nachher entrichtet werden.

So sagte der Prophet Muḥammad, Allāhs Frieden und Segen auf ihm, folgende Worte:

„Jeder (neugeborene) Junge ist verpfändet durch seine Aqīqah, so schlachtet für ihn am siebten Tag (nach seiner Geburt),
rasiert seinen Kopf und benennt ihn (mit einem Namen).“
(Sunan Ibn Māǧa)

Verpfändung bedeutet in diesem Sinne, dass der Diener, der ein Kind von Allāh geschenkt bekommen hat, diese Gnade mit Dankbarkeit und einer Form der Gegenleistung durch Hingabe und Aufopferung seines Vermögens annimmt.

Für einen Jungen opfert man zwei Schafe, während man für ein Mädchen ein Schaf opfert. Dies wird aus der folgenden Überlieferung, in der der Prophet Muḥammad, Allāhs Frieden und Segen auf ihm, sagte:

„Für den (neugeborenen) Jungen sind zwei gleiche Schafe (zu opfern) und ein Schaf für das (neugeborene) Mädchen und es schadet nicht,
wenn sie (die Schafe) männlich oder weiblich sind.“
(Sunan at-Tirmiḏī, Ibn Māǧa, an-Nasāʾī und Musnad Aḥmad)

Die Menge der Schafe haben keine wertgebende Funktion. Jedoch ist der islamischen Erbschaftsregelung die Weisheit dieser Verteilung zu entnehmen. Wer also möchte, kann auch zwei Schafe für ein Mädchen opfern.

Zuwendungsbestätigungen werden für Zuwendungen ab 200,00 Euro ausgestellt, weil die Finanzverwaltung Zuwendungen unterhalb dieses Betrages auch unter Vorlage des Kontoauszuges akzeptiert.